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Paleo Diät: Abnehmen mit der Steinzeit Diät

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Bei Steinzeit-Diät denke ich direkt an die Vorfahren der Neandertaler wo nur das gegessen wurde, was sich im natürlichen Umfeld der Menschen finden ließ. Was genau es mit der Paleo Diät auf sich hat erfahrt ihr hier.

Was ist die Paleo- bzw. Steinzeit Diät?

Bei der Paleo Diät bzw. Steinzeit Diät handelt es sich eigentlich nicht um eine Diät im eigentlichen Sinne, sondern um einen Lifestyle. Es geht nicht darum in einem kurzen Zeitraum auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten um möglichst schnell an Gewicht zu verlieren. Die Paleo Diät ist ein Ernährungsansatz bei dem sich von viel Gemüse, hochwertigen tierischen Produkten, Obst, Samen und Nüssen ernährt wird. Auf Getreide, Hülsenfrüchte, Zucker, stark verarbeitete pflanzliche Fette und künstlichen Zusatzstoffe wird verzichtet.

Grundsätze der Paleo- bzw. Steinzeit Diät

Die Paleo Ernährung orientiert sich an den ursprünglichen Ernährungsansätzen der Jäger und Sammler. Alle unverarbeiteten nährstoffreichen Lebensmittel dürfen gegessen werden wogegen verarbeitete Lebensmittel nicht gegessen werden sollten. Diese Lebensmittel sind nicht erlaubt, da sie als Auslöser für viele Zivilisationskrankheiten gelten. Der Genuss hochqualitativer gesunder Lebensmittel soll im Vordergrund stehen. Die Quantität und das Gefühl auf etwas verzichten zu müssen soll in den Hintergrund rücken. Bei der Paleo Diät gibt es keinen strengen Plan der befolgt werden muss. Es handelt sich vielmehr um Empfehlungen nach der man sich richtet.

Die Paleo Diät kann helfen Stoffwechsel- und Autoimmunerkrankungen wie Diabetes und Multiple Sklerose, Allergien ober auch Akne zu vermeiden, zu lindern und zu heilen.

Erlaubte Lebensmittel

  • Gemüse: Gemüse bildet die Basis der Paleo Diät. Gemüse enthält Ballaststoffe und liefert pflanzliche Sekundärstoffe bei geringer Kalorienanzahl im Verhältnis zum Volumen
  • Paleo DiätFleisch und Eier: Fleisch und Eier liefern Proteine, gesunde Fette und einige Vitamine. Ganz entscheidend ist die Qualität. Hohe Qualität, also eine hohe Nährstoffdichte und intensiven Geschmack, erhält man bei weidegefütterten, freilaufenden Tieren. Kauft Fleisch am besten direkt vom Metzger oder Bauern in der Nähe. Bei abgepacktem Fleisch im Supermarkt kann man sich nicht sicher sein, dass es nicht mit Geschmacksverstärkern oder Zucker versetzt ist. Habt keine Angst vor Eiern. Dass der Konsum von Eiern den Cholesterinspiegel in die Höhe treibt ist ein Ernährungsmythos. Gerade das Eigelb liefert einiges an wichtigen Nährstoffen
  • Fisch und Meeresfrüchte: Neben hochwertigem Protein sind Fisch und Meeresfrüchte eine hervorragende Quelle für Omega-3-Fettsäuren. Um den Bedarf an Fettsäuren zu decken sollte Fisch 2-3 Mal in der Woche auf dem Tisch stehen
  • Obst: Obst liefert wichtige Vitamine und Ballaststoffe. Da Obst aber auch Fruchtzucker enthält, soll Obst mit einem geringen Zuckeranteil wie Beeren oder Grapefruits gegessen werden. Obst in Konserven ist aufgrund des zugesetzten Zuckers nicht erlaubt
  • Paleo DiätNüsse und Samen: Da Nüsse und Samen eine hohe Energiedichte aufweisen, sollten sie nur in Maßen gegessen werden. Erlaubt sind Chia Samen, Pistazien, Walnüsse, Mandeln und einige mehr.
  • Gesunde Fette und Öle: Geklärte Butter (Ghee) und kaltgepresste Öle wie Oliven-, Kokos- und Avocadoöl. Obwohl es sich bei Ghee ursprünglich um ein Milchprodukt handelt ist es erlaubt, da es keine Milchproteine mehr enthält. Fette und Öle sollte nur aus Glasflaschen konsumiert werden.
  • Kräuter und Gewürze: Kräuter und Gewürze sind in allen Formen erlaubt, solange sie nicht mit Konservierungsstoffen oder Zucker versetzt sind.
  • Wasser: Generell sind auch jede Form an Getränken erlaubt, die weder Zusatzstoffe noch Zucker enthalten. Dazu gehören Wasser, Tee und Kokoswasser. Kaffee sollte nur in reduzierten Mengen nach der 30 Tage Challenge getrunken werden.

Nicht erlaubte Lebensmittel

  • Paleo DiätZucker: Alle Formen von raffiniertem Zucker, künstlichen Süßstoffen, Dicksäften und Sirupe sind tabu. Dazu gehören auch Fruchtsäfte und Softdrinks. Sie sind tabu, da sie einen hohen Einfluss auf den Insulinspiegel haben. Ist dieser ständig bis dauerhaft erhöht können Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Krankheiten und Übergewicht die Folge sein.
  • Getreide: Alle Formen an Getreideprodukten wie Brot, Nudeln, Reis und Pizza werden gestrichen. Die bekanntesten sind Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Mais, Hirse und Bulgur. Getreide enthält viele Antinährstoffe die von Pflanzen gebildet werden um NICHT gegessen zu werden. In Getreide ist Phytinsäure enthalten. Sie greifen den menschlichen Organismus an und verhindern die Aufnahme der Nährstoffe Eisen und Kalzium. Getreide besteht zum Großteil aus leicht verwertbaren Kohlenhydraten die den Blutzuckerspiegel schnell an- und wieder abfallen lassen und somit Heißhungerattacken und langfristig gesehen ein erhöhtes Risiko für Diabetes und Übergewicht darstellen.
  • Hülsenfrüchte: Alle Formen von Bohnen, Soja und auch Erdnüsse sind nicht erlaubt, da sie ähnliche Wirkungen auf den Körper wie Getreide haben.
  • Pflanzenfett: Pflanzenfette wie Sonneblumenöl, Distlöl, Rapsöl, Erdnussöl und Margarine sind tabu. Sie sind in der Regel stark verarbeitet, enthalten ein ungünstiges Fettsäureverhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren und Transfettsäuren.
  • Paleo DiätFertigprodukte: Fertigprodukte wie Fertiggerichte, Fast Food und Tütensuppen sind stark verarbeitete Lebensmittel und enthalten häufig versteckten Zucker, künstliche Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, Stabilisatoren und Aromen. Wenn man sich die Inhaltsstoffe anguckt und nicht versteht worum es sich dabei handelt, dann sollte das Produkt gemieden werden.
  • Milch: Jegliche Milchprodukte, gerade die industriell verarbeiteten, können Nahrungsmittelunverträglichkeiten hervorrufen. Die bekannsteste ist die Laktoseintoleranz. Menschen die keine Unverträglichkeiten haben können qualitativ hochwertige, sprich unverarbeitete Rohmilch- oder fermentierte Milchprodukte langfristig wieder einführen.
  • Ausnahmen: Honig und Ahornsirup dürfen sehr moderat zum Süßen verwendet werden. Bestimmte Hülsenfrüchte wie Bohnen und Zuckerschoten haben eher Gemüseeigenschaften und sind deswegen erlaubt. Alle Essigsorten sind erlaubt, solange sie nicht mit Zuckerzusätzen oder Gluten versetzt sind. Das gleiche gilt für Oliven in Dosen, passierte Tomaten oder Dosenkokosmilch.

Paleo360° Lifestyle Challenge – 30 Tage nach Paleo leben

Das Motto der 30 Tage Challenge lautet „eat – move – sleep – feel“.

  • Eat: Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch, Eier, Nüsse und gesunde Fette dürfen gegessen werden, Getreide, Milchprodukte, Zucker, Hülsenfrüchte und stark verarbeitete pflanzliche Fette sollen gemieden werden.
  • Paleo DiätMove: Unser Körper will bewegt werden. Am besten eignet sich eine Mischung aus Ausdauer- und Krafttraining. Sport wirkt sich nicht nur positiv auf die Physe, sondern auch auf die Psyche und das allgemeine Wohlbefinden aus. Der perfekte Ausgleich zum inaktiven Alltag. Da Regeneration einen wichtigen Teil des Trainings darstellt und ein intensives Workout daher nicht jeden Tag sinnvol ist, sollten an den Regenerationstagen zumindest 30 Minuten lockere Bewegung eingeplant werden.
  • Sleep: Erholsamer Schlaf bildet die Basis der Regeneration und sorgt dafür, dass wir uns fit und ausgeglichen fühlen.
  • Feel: Pro Tag mindestens eine Stunde „Quality Time“ einbauen. Eine Stunde die man nur sich widmet und wirklich nur das macht worauf man auch Lust hat. Im Idealfall an der frischen Luft.

Es gibt ein Punktesystem mit dem man während der 30 Tage motiviert am Ball bleiben und die Erfolge messen kann. Auch der Vergleich mit anderen Challengern ist möglich. Das Programm kann jederzeit gestartet werden. Als Motivationshilfe kann man sich für 19.90 € Service-Mails bestellen die einem aus einem Motivationstief raus helfen soll.

Die 30 Tage sollen konsequent durchgezogen werden. Nach den 30 Tagen sollen ausgewählte Lebensmittel probeweise wieder eingeführt werden, sodass man die negativen gesundheitlichen Folgen auf den eigenen Körper spürt.

Rezepte – Ideen für Mahlzeiten

  • Paleo DiätFrühstück: Rührei mit Paprika und Champignons, Müsli mit Obst, bestehend aus gehackten Mandeln, Kokoschips und Kokosraspeln für den Chrunchy-Effekt, Kokosmilch und Obst
  • Hauptmahlzeiten: Süßkartoffelspalten, herzhafte Pfannkuchen gefüllt mit Gemüse, Low Carb Spaghetti aus Zucchini
  • Süßspeisen: Apfel-Mohnkuchen, Bananenbrot, Nussecken

Bei vielen Mahlzeiten kann Mehl aus Getreide durch Mandel- oder Kokosmehl ersetzt werden. Die Vielfalt an Rezepten ist echt groß, vieles muss nur leicht abgewandelt werden.

Wer kann’s machen?

Jeder, der bereit ist sich ein bisschen intensiver mit seiner Ernährung zu beschäftigen und Zeit und Geld zu investieren.

Fazit: Guter Ansatz aber für mich nichts Dauerhaftes.

Mit dem Begriff Diät verbinde ich immer direkt eine Form der Gewichtsreduktion. Es werden zwar nur gesunde Lebensmittel gegessen, aber nur weil man gesunde und natürliche Lebensmittel isst, bedeutet das nicht, dass man direkt abnimmt. Wenn man abnehmen möchte, dann muss man auch hier darauf achten weniger Energie zuzuführen als man verbraucht. Dennoch ist es positiv zu sehen, dass dahinter ein Lifestyle steckt und man sich einfach mehr mit seiner Ernährung und seinem Körper auseinandersetzt.
Mit der Paleo Ernährungsweise zu starten ist zunächst einmal gar nicht so leicht. Es Bedarf einem großen Mehraufwand an Planung und Organisation des Alltags, gerade wenn man es nicht gewohnt ist täglich frisch zu kochen. Man muss sich erstmal genau einlesen welche Lebensmittel erlaubt sind und welche Rezepte möglich sind, sodass es nicht eintönig wird. Dadurch beschäftigt man sich aber intensiv mit dem Thema Ernährung und einer gesunden Lebensweise was wiederum positiv zu bewerten ist. Die Vorgaben an erlaubten Lebensmitteln sind sehr ausführlich und frei zugänglich. Man kann diesen Lifestyle gut ohne Hilfe durchführen. Unterstützend für Rezeptideen oder Motviation kann man sich den E-Mailservice oder Paleo Kochbücher bestellen.
Bei der Paleo Diät wird das Bewusstsein für die eigene Ernährung und den eigenen Körper gestärkt, da man für sich selber entscheiden soll, welche Lebensmittel einem gut tun. Das stellt für mich einen sehr guten und wichtigen Ansatz dar. Allerdings reichen mir persönlich die durch Obst und Gemüse aufgenommenen Kohlenhydrate nicht. Auch der tägliche Fleisch- und Fischkonsum ist mir zu hoch. Zu viel rotes Fleisch lässt die Anfälligkeit für Herz-Kreislauf-Krankheiten und Krebsarten wie Darmkrebs steigen. So lange ich nicht tatsächlich an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit leide, sehe ich keinen Grund auf Getreide- und Milchprodukte zu verzichten solange ich mich gut dabei fühle.

Ich kann mir gut vorstellen, dass, wenn man sich bislang hauptsächlich von Fertigprodukten ernährt hat und nicht viel um Ernährung gekümmert hat, tatächlich enorme Auswirkungen auf das Wohlempfinden hat. Die 30 Tage Challenge mal auszuprobieren ist definitiv einen Versuch wert um dann mal weitersehen zu können ob die Ernährung nach Paleo Art etwas für euch ist.

Euer Prinz

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