Light-Produkte: Gesunde, kalorienreduzierte Alternativen oder leere Versprechen?

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Das müsst ihr wissen!

Der Sommer steht vor der Tür, die Beachform lässt aber noch auf sich warten? Strenger Verzicht und Diäten sind aber nicht so euer Ding? Wie gut, dass es mittlerweile von fast jedem Lebensmittel eine kalorienärmere Version gibt! Oder etwa nicht?! Halten Light-Produkte, was sie versprechen? Und wie (un)gesund sind sie eigentlich? Das verrate ich euch hier!

Was sind Light-Produkte überhaupt?

Light-Produkte sind solche Lebensmittel, bei denen bestimmte Inhaltsstoffe durch andere ersetzt werden. Diese Stoffe müssen im Vergleich zum Originalprodukt um mindestens 30 Prozent reduziert werden, damit ein Produkt überhaupt die Bezeichnung „light“ tragen darf. Im Alltag versteht man unter Light-Produkten in der Regel Lebensmittel mit weniger Kalorien, Fett oder Zucker, es zählen aber auch solche dazu, die alkoholfrei oder -arm, salzreduziert, nikotin- oder koffeinarm sind oder leicht verdaut werden. Ihr seht, die Grenzen von Light-Produkten sind recht schwammig – und sie dienen keinesfalls nur dem Abnehmen!

Nährwerte: Light-Produkte versprechen deutlich weniger Kalorien

Gucken wir uns einfach mal die Nährwertangaben von zwei Produkten an. Auf einer Light-Packung Erdnussflips wird mit 30% weniger Fett geworben – klingt zunächst ja gar nicht mal schlecht. Weil Fett ordentlich Kalorien liefert, diese Flips aber weniger davon haben, müsste das deutlich Auswirkungen auf den Kaloriengehalt haben, richtig?! Schön wär’s: Das Originalprodukt hat auf 100 g 473 Kalorien, die Light Version liefert mit 451 Kalorien gerade einmal 22 Kalorien weniger! Anders beim Austausch von Zucker durch Süßstoff in Limonaden, Cola und Co.: Statt den üblichen 105 Kalorien des herkömmlichen Produkts, haben Cola Light und Zero 0 Kalorien.

Wie sich der häufige Verzehr von Süßstoffen auf eure Gesundheit auswirkt, ist umstritten. Fest steht aber: Wenn ihr euch hin und wieder eine Light Cola oder etwas anderes mit Süßstoffen gönnt, kann euch nichts passieren. Übertreibt’s einfach nicht.

Abnehmen mit Light-Produkten: Kann das funktionieren?

Reden wir mal Tacheles: Könnt ihr jetzt mit Light-Produkten abnehmen oder nicht?!
Die Antwort ist leider genauso schwammig wie die Definition eben: Es kann klappen – muss aber nicht. Klar haben einige Produkte weniger Kalorien und können euch helfen, euer Kalorienlimit nicht zu sprengen – aber leider macht euch euer Kopf da schnell einen Strich durch die Rechnung. In dem Glauben, vermeintlich gesündere und kalorienärmere Lebensmittel zu essen, ist die Hemmschwelle geringer, sich den ein oder anderen Nachschlag zu gönnen. Und ruckzuck sind es (mindestens) so viele Kalorien wie im Ursprungsprodukt – oder sogar mehr! Weitere Gefahr: Euer Körper fühlt sich „betrogen“, wenn ihr ihm beispielsweise eine fettarme Scheibe Käse liefert statt einer normalen. Als Folge signalisiert er euch Hunger – und ihr greift an anderer Stelle umso kräftiger zu. Nicht selten führen Light-Produkte deswegen sogar zu einer Gewichtszunahme!

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Sind Light-Produkte gesund oder ungesund?

Wenn Zucker oder Fett als wesentliche Geschmacksträger gestrichen oder zumindest reduziert werden, muss das fehlende Volumen und der veränderte Geschmack durch andere Inhaltsstoffe kompensiert werden. Darunter fallen beispielsweise die bereits erwähnten Süßstoffe oder andere bearbeitete Hilfsmittel, die alles andere als natürlich sind. Wird Fett reduziert, dann wird häufig Zucker hinzugefügt und andersrum. Bestes Beispiel: Fettarmer Fruchtjoghurt. Um trotzdem lecker zu schmecken (denkt dran, die Lebensmittelindustrie will an euch verdienen und ihren Joghurt an den Mann bringen – er muss also trotzdem schmecken!), knallen die Hersteller häufig Unmengen an Zucker hinein.

Auch synthetische Inhaltsstoffen wie Farb-, Aroma-, Konservierungsstoffe und Säureregulatorendienen dienen dazu, das Originalprodukt möglichst getreu nachzuahmen. Nicht selten führen diese Mengen an chemischen Inhaltsstoffen zu Allergien oder anderen körperlichen Reaktionen wie Unverträglichkeiten, Magenkrämpfen, Übelkeit oder Kopfschmerzen.

Light-Produkte haben ihren Preis

Die Nachfrage nach wundersamen Abnehm-Produkten ist riesig – die Hersteller freut’s: Obwohl Süßstoffe und andere künstlich erzeugte Produkte für sie wesentlich günstiger sind, können sie ihre Light-Produkte zu einem wesentlich höheren Preis anbieten. Für unseren Beachbody und unsere Gesundheit sind wir schließlich gerne bereit, etwas tiefer in die Tasche zu greifen, nicht wahr?! Schade nur, wenn die Jeans am Ende immer kleiner wird, das Loch im Geldbeutel dafür umso größer!

Nährwertangaben durchlesen, um der Light-Falle zu entgehen

Um zu differenzieren, welche Light-Produkte euch eurem Ziel tatsächlich näher bringen können und welche lieber nicht in euer Ernährung vorkommen sollten, gibt’s nur einen Weg: Studiert beim Einkaufen sorgfältig die Nährwertangaben und Inhaltsstoffe!

Klar, manchmal geht es einfach nicht ohne Chemie, aber ein guter Hinweis darauf, dass ihr das Produkt lieber im Regal lasst, ist es, wenn ihr die Hälfte der Inhaltsstoffe kaum aussprechen könnt. Was die Nährwertangaben angeht, lohnt es sich, das Light-Produkt mit seinem Original zu vergleichen. Sind die Abweichungen nur gering oder gar nicht vorhanden, nehmt das „richtige“ Produkt – euer Gesundheit, Figur und eurem Geldbeutel zuliebe!

Fazit: Pro und Contra Light Produkte

Pro:

  • Geringere Kalorienaufnahme bei gleicher Produktmenge

Contra:

  • Kalorieneinsparung verführt dazu, mehr zu essen oder an anderer Stelle stärker zuzuschlagen
  • Geschmacksempfinden ändert sich nicht
  • Natürliche Sättigungsregulation wird behindert
  • Risiko von Allergien und gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch die vielen synthetischen Inhaltsstoffe
  • Essgewohnheiten werden nicht geändert

Eine eindeutige Antwort, ob Light-Produkte nun gesund sind und/oder beim Abnehmen helfen, ist also gar nicht so easy. Letztlich muss natürlich jeder selbst entscheiden, was auf seinem Teller landet – ich persönlich würde euch raten, lieber insgesamt auf eine gesunde Ernährung zu achten und statt zu chemischen Ersatzprodukten zu den Ursprünglichen zu greifen – dann eben eine Hand voll weniger Erdnussflips oder das Glas Cola nur zum Cheat Day!

Euer Prinz

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