Milchersatz: 5 Alternativen zur Kuhmilch im Vergleich


Eigentlich war Kuhmilch bisher immer Bestandteil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung, aber immer beliebter wird Milchersatz. Warum überhaupt? Welcher ist am gesündesten? Was gibt’s für Vor- und Nachteile? Das erfahrt ihr hier.

Warum geht der Trend zum Milchersatz?

Der Hype um den Milchersatz hat seinen Ursprung eigentlich einer Krankheit „zu verdanken“. Laktoseintoleranz ist weit verbreitet und immer mehr Menschen vertragen keine normale Kuhmilch mehr. Bei Laktoseintoleranz wird der Milchzucker, also die Laktose, vom Körper nicht richtig verarbeitet. Es kann zu Bauchkrämpfen und Durchfall kommen. Oft hat die Billig-Milch eine schlechte Qualität, vor allem durch Verunreinigungen mit Medikamenten aus der Massentierhaltung. Das führt dazu, dass ihr immer sensibler auf das Lebensmittel reagiert.

Milchersatz

Andere verzichten auf Milch, weil sie stark im Hals schleimt und Entzündungen fördert. Wenn ihr es zum Beispiel mit Akne zu tun habt, Gelenkentzündungen oder anderen Entzündungen, ist Kuhmilch kein gutes Nahrungsmittel für euch. Neben den entzündungsfördernden Stoffen enthält Milch auch Wachstumshormone, die angeblich sogar krebsfördernd wirken sollen. Andere von euch verzichten auch auf die klassische Milch, weil ihr euch vegan ernährt.
Gibt’s durch Milchersatz nicht Mangelerscheinungen? Unsinn! Zwar hat Kuhmilch mehr Proteine, aber ihr kommt auch durch pflanzliche Lebensmittel und eben auch durch pflanzliche Milch auf eure Menge an Eiweiß. Auch Mineralstoffe wie Kalzium und Co. bekommt ihr genug. Ihr seid also nicht auf die klassische Milch angewiesen und pflanzliche Milch ist kein Nachteil für eure Gesundheit.

Welchen Milchersatz gibt es?

Milchersatz gibt es aus Soja, Haselnuss, Cashewkern, Macadamianuss, Mandel, Reis, Kokos, Dinkel, Buchweizen, Hafer, Lupine, Quinoa und sogar Hanf. Ihr merkt: Dem Milchersatz ist keine Grenze gesetzt. Wenn ihr Milchersatz kauft, dann entscheidet euch aber für die Bio-Varianten. Die Billig-Drinks kommen meist aus Asien und sind nicht streng überprüft. Oft haben sie Zusatzstoffe, die künstlich und völlig unnötig sind. Die Bio-Varinaten sind aus Europa und gut kontrolliert.

5 Alternativen im Vergleich

Diese fünf Sorten von Milchersatz sind die bekanntesten. Hier mal im direkten Vergleich, was Nährstoffe, Zutaten und Geschmack angeht:

„Mandelmilch“

  • Geschmack: leicht süß, mild
  • Zutaten: Wasser, Mandeln, Meersalz
  • Nährwerte 100ml: 13 Kalorien, 0,4 g Protein, 0 g Kohlenhydrate, 1,1 g Fett

„Sojamilch“

  • Geschmack: leicht süß, herber Soja-Geschmack anschließend
  • Zutaten: Wasser, geschälte Sojabohnen, Meersalz
  • Nährwerte 100ml: 37 Kalorien, 3,6 Protein, 1,2 g Kohlenhydrate, 2,1 g Fett

Milchersatz

„Hafermilch“

  • Geschmack: cremig, nach Haferbrei, leicht süß
  • Zutaten: Wasser, Hafer, Meersalz
  • Nährwerte 100ml: 19 Kalorien, 0,6 g Protein, 0,8 g Kohlenhydrate, 1,4 g Fett

„Kokosmilch“

  • Geschmack: nach Kokos, wässrig, kaum süß
  • Zutaten: Wasser, Kokosfruchtfleisch, Meersalz
  • Nährwerte 100ml: 10 Kalorien, 0,8 g Protein, 0,4 g Kohlenhydrate, 0,2 g Fett

„Reismilch“

  • Geschmack: sehr süß, cremig
  • Zutaten: Wasser, Reis, Meersalz
  • Nährwerte 100ml: 50 Kalorien, 0,1 g Protein, 9,9 g Kohlenhydrate, 1,1 g Fett

Welcher Milchersatz hat wofür Vorteile?

Es sind selbstverständlich nicht nur die fünf oben zu empfehlen. Hier sind noch einige Tipps, wozu ihr welchen Milchersatz benutzen könnt.

Der leckerste

Eigentlich müsst ihr selbst probieren, was euch am besten schmeckt. Mancher Milchersatz ist sehr stark im Geschmack und eher speziell, zum Beispiel der aus Buchweizen. Milchersatz aus Mandeln beispielsweise ist eher mild und passt daher zu vielen Sachen, für die ihr Milch braucht. Es gibt auch große Unterschiede in der Süße der Pflanzenmilch. Die süßeste ist definitv Reismilch!

Am gesündesten

Achtet darauf, dass dem Milchersatz kein Zucker zugesetzt ist! Außerdem gilt: Je kürzer die Zutatenliste, desto besser. Manche Anbieter packen neben Unmengen an Zucker noch Öl, Emulgatoren, Stabilisatoren, künstliche Aromen und Co. in die Drinks. Davon lasst ihr am besten die Finger! Ansonsten sind die Drinks alle ziemlich gesund. Nüsse und Getreide in den Drinks versorgen euch mit vielen Nährstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Wenn ihr auf Gluten reagiert, dann verzichtet besser auf Milchersatz aus Dinkel und Hafer. Bei Haselnussallergien solltet ihr selbstverständlich auf den Haselnussdrink verzichten!

Im Kaffee

Wer auch Milchersatz für Kaffee haben möchte, sollte sich für eine milde Sorte entscheiden. Mandeldrinks eignen sich für den Kaffee geschmacklich auf jeden Fall, exotischer wird es mit Kokos. Buchweizen, Dinkel oder Quinoa schmecken ziemlich streng nach Getreide und passen nicht ganz so gut in den Kaffee. Dinkel-Milchersatz überdeckt den Kaffeegeschmack sogar fast völlig. Mancher Milchersatz flockt auch leider ziemlich schnell im Kaffee. Die Varianten aus Reis, Lupine und Hafer sehen am besten im Kaffee aus und flocken gar nicht.

Milchersatz

Für Milchschaum

Am besten lässt sich der Milchersatz aus Soja, Hafer und Mandel aufschäumen. Der Schaum kommt sogar an den aus Kuhmilch dran. Sorten aus Reis, Dinkel und Buchweizen lassen sich gar nicht schäumen. Das könnt ihr so lange versuchen, wie ihr wollt, ein Schaum wird nie entstehen. Andere Varianten aus Kokos und Co. schäumen zwar leicht, der Schaum fällt aber ganz schnell wieder in sich zusammen.

Zum Kochen & Backen

Jeder Milchersatz kann zum Kochen und Backen benutzt werden. Ihr solltet nur darauf achten, dass es geschmacklich zu den anderen Zutaten passt. Wenn euch der Milchersatz für euer Rezept zu wässrig ist, dann könnt ihr noch etwas Nussmus dazugeben. Ihr findet auf meiner Website viele Rezepte, bei denen ihr den Milchersatz eurer Wahl ausprobieren könnt.

Das Milchersatz-Fazit

Die pflanzlichen Alternativen zur Kuhmilch können sich sehen lassen und das nicht nur aus Sicht der Veganer. Wenig Kalorien, viele Nährstoffe und gesunde Fette. Außerdem könnt ihr mit den unterschiedlichen Sorten auch variieren und je nach Rezept oder Gebrauch einen anderen Drink benutzen. Achtet aber unbedingt darauf, dass die Zutatenliste so kurz wie möglich ist und euer Milchersatz keinen Zuckerzusatz hat und keine Zusatzstoffe enthält. Probiert ein bisschen aus, was euch am besten schmeckt. Nicht alles passt in den Kaffee und nicht jede Sorte macht sich in jedem Rezept gut. Ein Nachteil vom Milchersatz ist der niedrige Proteingehalt. Ihr solltet eure Proteine ohnehin nicht nur aus Milch beziehen. Achtet dann darauf, dass ihr genügend andere proteinreiche Lebensmittel zu euch nehmt.

Bleibt ihr bei Kuhmilch oder habt ihr auch schon Milchersatz in eurem Ernährungsplan? Wenn ja, welcher schmeckt euch am besten und wie nutzt ihr ihn? Schreibt mir das in die Kommentare!

Euer Prinz