Grüner Tee: Was macht ihn so gesund?


Das Wunder-Getränk aus Asien

Grüner Tee erfeut sich immer größerer Beliebtheit. Gerade Menschen, die auf ihre Gesundheit achten, wissen die zahlreichen positiven Aspekte des Fettkiller-Lebensmittels zu schätzen. Was den grünen Tee zu einem solchen Wundermittel macht und wieso er als Aufguss oder in Kapseln gerade für Kraftsportler während einer Diät perfekt geeignet ist, erfahrt ihr hier.

Grüner Tee – Wundermittel aus Fernost

Grüner Tee hat zahlreiche wohltuende Wirkungen und ist mit Abstand die gesündeste Teesorte. Ursprünglich kommt er aus China, wo er zunächst aus medizinischen Gründen in Form von Teekuchen zubereitet wurde. Aus dem Pulvertee entstand dann die heute noch bekannte Form des Aufbrühens von getrockneten Teeblättern. Vor 1.500 Jahren kam grüner Tee nach Japan. Erst ab dem 16. Jahrhundert wurde er auch in Europa bekannter und nicht mehr nur wegen seiner heilenden medizinischen Wirkung, sondern auch im Alltag getrunken.

Es gibt insgesamt sechs verschiedene Tee-Arten:

  • Schwarzer Tee
  • Weißer Tee
  • Gelber Tee
  • Oolong Tee
  • Pu-erh-Tee
  • Grüner Tee

Alle Teesorten entstammen derselben Teepflanze – der Camellia Sinensis. Die unterschiedlichen Eigenschaften der Teesorten beruhen auf den verschiedenen Verarbeitungsprozessen und hängen vom Grad der Fermentation ab. Bei der Verarbeitung des grünen Tees wird die Oxidation gestoppt. Heißt: Im Gegensatz zum Schwarztee bleiben alle Inhaltsstoffe (weitestgehend) erhalten – inklusive dem natürlichen Blattfarbstoff.

Gesunde Inhaltsstoffe von grünem Tee & deren Auswirkungen

Grüner Tee besitzt hunderte gesunde Inhaltsstoffe, die sich bei den unterschiedlichen Sorten in Art, Anzahl, Qualität und Menge unterscheiden. Hier findet ihr eine Auflistung der bekanntesten und effektivsten Gesundheitsboostern für Sportler:

  • Polyphenole sind sekundäre Pflanzenstoffe, die Farbe und Geschmack pflanzlicher Lebensmittel beeinflussen. Polyphenole wirken antioxidativ und hemmen entzündliche Prozesse im Körper. Grüner Tee besitzt die höchste antioxidative Fähigkeit aller Lebensmittel überhaupt. Außerdem können Polyphenole den Blutdruck und die Blutfettwerte senken.
  • Catechine gehören zur größten Untergruppe der Polyphenole. Sie haben ein hohes antioxidatives Potential und bekämpfen Krankheitserreger wie Pilze, Viren und Bakterien. Außerdem können sie ebenso den Blutdruck senken und wohl den Glukose- und Fettstoffwechsel positiv beeinflussen. Catechine gehören zu den Bitterstoffen und tragen zur Geschmacksbildung bei. Da der grüne Tee nicht fermentiert wird, bleiben die Catechine fast vollständig erhalten. In vergleichbarer Menge und Form kommen sie in keinem anderen Lebensmittel vor.
  • Alkaloide gehören ebenfalls zu den Stoffgruppen der Polyphenole. Zu den wichtigsten in grünem Tee gehören Koffein, Theobromin und Theophyllin. Alle drei Bestandteile wirken unterschiedlich stark anregend, diuretisch, gefäßerweiternd, herzstimulierend, durchblutungsfördernd, muskelentspannend und stimmungsaufhellend.
    Die anregende Wirkung der Alkaloide steht in Wechselwirkung mit anderen Inhaltsstoffen. Dadurch wirken sie wesentlich verträglicher und harmonischer auf euren Körper, als es zum Beispiel im Kaffee der Fall ist. Auch in puncto Koffein schlägt grüner Tee Kaffee: Das Koffein des Tees – das Teein – gelangt langsamer und gleichmäßiger in den Blutkreislauf als das in Kaffee. Dementsprechend wirkt es länger – und das Tief, das häufig nach dem kurzen, anregenden Effekt von Kaffee auftritt, bleibt aus.
  • Grüner Tee besitzt eine große Menge an Aminosäuren, die gerade für (Kraft-)Sportler mega wichtig sind. Handelt es sich um einen Tee hoher Qualität, kann L-Theanin bis zu 50 % der Aminosäuren ausmachen. L-Theanin ist eine wasserlösliche Aminosäure, die den Geschmack des Tees mitbestimmt. Sie wirkt dem anregenden Effekt von Koffein auf das Nervensystem entgegen und sorgt für Entspannung.
  • Grüner Tee enthält viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Dass die top für eure Gesundheit sind, muss ich ja nicht extra erwähnen, oder?!
  • Eisen gehört zu den wichtigsten Spurenelementen. Grüner Tee enthält hohe Mengen davon und kann über den Verzehr der Teeblätter vom Menschen aufgenommen werden. Teesorten mit dem höchsten Eisengehalt sind Bancha und Matcha. Dieser Punkt ist für Athleten übrigens besonders interessant – wusstet ihr, dass Eisenmangel die Leistungsfähigkeit erheblich einschränken kann? Das lest ihr genauer hier: Eisenmangel und Sport.

Wirkung von grünem Tee

Eine aktuelle Langzeitstudie aus China hat belegt, dass regelmäßiger Konsum von grünem Tee nachweislich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfall senkt. Und das schon bei einer geringen Menge von drei Tassen – pro Woche! Teekonsumenten im Alter von 50 bis 70 Jahren hatten rechnerisch sogar eine um ein Jahr höhere Lebenserwartung als die Probanden ohne Teekonsum.

Grüner Tee beugt nachweislich zahlreichen Krankheiten vor. So kann er bei über 60 Krankheiten helfen und sogar über 20 Krankheiten heilen. Besonders wichtig für die Wirksamkeit des Tees sind dabei die Wechsel- und Kombinationswirkungen der Inhaltsstoffe. Wichtig sind auch die gute Wasserlöslichkeit und die Bioverfügbarkeit der Wirkstoffe für den Körper – ansonsten könntet ihr gar nicht von den guten Inhaltsstoffen profitieren.
Bei grünem Tee handelt es sich um eines der stärksten Antioxidantien. Antioxidantien neutralisieren freie Radikale im Gewebe, sodass Krankheiten wie Krebs, Arteriosklerose, Diabetes und Alzheimer vorgebeugt werden. Zugleich bremsen sie die Hautalterung, für die freie Radikale ebenfalls verantwortlich sind.

Grüner Tee hat auch einen antibakteriellen Effekt und verhindert die Entstehung von Karies, beugt Erkältungen und grippalen Infekten vor und begünstigt den Cholesterinstoffwechsel. Bedeutet: Er hat eine positive Wirkung auf das Herz und die umliegenden Gefäße. Außerdem schützt grüner Tee das Knorpelgewebe, weil die Inhaltsstoffe entzündliche Enzyme blockieren und so Arthrose verhindert wird.
Da grüner Tee die Knochendichte stärkt, kann er Osteoporose vorbeugen. Weiter wirkt er entgiftend, verdauungsfördernd und steigert die Gedächtnisleistung. Im Gegensatz zu den eher aufputschenden Alkaloiden reduziert das L-Theanin Blutdruck, Stress und Angst und steigert die Produktion von Glückshormonen.
Die enthaltenen Nährstoffe spielen eine wichtige Rolle für die Sehkraft der Augen, für die Zähne und den Stoffwechsel.
Alle Wirkungen des grünen Tees hängen von Sorte, Qualität und Zubereitung ab. Die verschiedenen Sorten unterscheiden sich zum Teil recht stark voneinander und haben damit unterschiedliche Wirkungsschwerpunkte. Als Faustregel gilt: Je besser die Qualität, desto höher die Wirkstoffkonzentration. Wie bereits gesagt, hängen die positiven Auswirkungen von grünem Tee aber nicht nur von den einzelnen Bestandteilen ab, sondern viel mehr von deren Kombination und Wechselwirkung.

Begünstigt grüner Tee den Abnehmprozess?

Grüner Tee hat kaum Kalorien und kann das Abnehmen unterstützen: Er wirkt sich günstig auf den Fettstoffwechsel aus und beschleunigt die Fettverbrennung. Die durch grünen Tee erhöhte Thermogenese wirkt stoffwechselanregend und führt damit zu einem erhöhten Grundumsatz (das erhöht wiederum euren Kalorienbedarf). Auch Leber und Hormonhaushalt werden positiv beeinflusst. Grüner Tee wirkt harmonisierend auf den Blutzuckerspiegel, Heißhungerattacken können vorgebeugt werden. Grüner Tee verhindert unter anderem auch einen langsamen Stoffwechsel.

Grüner Tee

Weiterer Pluspunkt: Die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe hemmen den Appetit auf Süßkram. Die im grünen Tee enthaltenen Bitterstoffe verändern nämlich bei regelmäßigem Konsum das Geschmacksempfinden. Die Folge: Extrem süßes Essen schmeckt euch mit der Zeit nicht mehr so gut!

Qualität ist ausschlaggebend

Lage und Klima des Anbauorts, die jährliche Anzahl der Ernten, Anbautechnik, Saatsorte und die Verarbeitung wirken sich auf die Qualität des Tees aus. Die erste Ernte ist auch immer die hochwertigste, da sie die höchste Konzentration der gesunden Inhaltsstoffe enthält. Um die Qualität des Tees nicht einzuschränken, sollte die Verarbeitung möglichst schonend sein.
Einen qualitativ hochwertigen Tee zu erkennen, ist aber gar nicht so easy und es gibt viele schwarze Schafe auf dem Markt. Auf jeden Fall solltet ihr luftdicht verschweißte Teepackungen kaufen und den Tee, einmal angebrochen, in speziellen Teedosen lagern, damit er lange frisch bleibt. Trotzdem solltet ihr mit dem Verzehr nicht zu lange warten.

Problematisch sind grüne Tees mit mangelhafter Qualität: Sie sind meist verunreinigt und enthalten größere Mengen an Schadstoffen, woraus Unverträglichkeiten resultieren können. Guter grüner Tee hat seinen Preis – Kilopreise von über 30 Euro sind völlig normal. Bei weit günstigeren Angeboten solltet ihr also stutzig werden!

Auch die Zubereitung ist wichtig

Nicht nur die Inhaltsstoffe, sondern auch die Zubereitung kann die Wirkung stark beeinflussen. Nur wenn ihr euren grünen Tee richtig kocht, kann er seine optimale Wirkung entfalten. Ideal ist eine Wassertemperatur von 60 – 80 Grad, denn kochendes Wasser würde dazu führen, dass Vitamine zerstört werden und sich Gerbstoffe lösen. Eine falsche Zubereitung senkt also nicht nur den Gehalt gesundheitsfördernder Inhaltsstoffe, sondern wirkt sich schnell negativ auf den Geschmack aus. Am besten lasst ihr den Tee 2 Minuten ziehen.
Für die optimale Wassertemperatur gibt es sogar Wasserkocher mit Temperatureinstellung. Den Arendo Gallant Edelstahl Turbo-Wasserkocher kann ich euch zum Beispiel empfehlen.

Übrigens: Die Zugabe von Milch, Zucker, Honig und anderen Süßstoffen solltet ihr meiden, um die Aufnahme wichtiger Wirkstoffe nicht zu beeinträchtigen.

Hat grüner Tee auch Nachteile?

Prinzipiell ist grüner Tee eines der besten Lebensmittel für Gesundheit und Fitness, aber für bestimmte Personengruppen oder unter bestimmten Umständen ist Vorsicht geboten:

  • Während einer Schwangerschaft solltet ihr grünen Tee nur nach Rücksprache mit eurem Arzt trinken
  • Kleine Kinder sollten auf grünen Tee verzichten
  • Vorsicht bei Nierenerkrankungen und der Einnahme von Medikamentengrüner Tee kann Wechselwirkungen hiermit auslösen und die Wirkung ggf. hemmen
  • Obwohl grüner Tee wie gesagt Eisen enthält, kann er die Aufnahme anderer, zeitgleich aufgenommener eisenreicher Mahlzeiten behindern

Trifft einer dieser Punkte auf euch zu, solltet ihr also auf jeden Fall erst einmal mit eurem Arzt sprechen, bevor ihr den Zaubertrank zubereitet. Für alle anderen gilt: Greift zu!

Grüner Tee nicht nur in klassischer Form

Um von den Inhaltsstoffen des grünen Tees profitieren zu können, müsst ihr euch nicht nur auf die typische Teeform des Aufgusses beschränken. Grüntee-Extrakt gibt es beispielsweise auch in konzentrierter Form als Kapseln. Zu diesem Supplement greifen insbesondere Kraftsportler des Öfteren. Eine sehr beliebte Grüntee-Sorte mit vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten ist das Superfood Matcha Tee. Dieses hochkonzentrierte Grüntee-Pulver kann als Heißgetränk oder in unerhitzter Form verwendet werden. Inzwischen gibt es Matcha als Matcha Latte, Eis, Kuchen, in Smoothies, Getränken oder in Gebäck und anderen Lebensmitteln, wo es vorrangig als natürliches Färbemittel verwendet wird.

Probiert es doch mal aus und fangt an, täglich eine Tasse grünen Tee zu trinken, zum Beispiel als morgendliche Kaffee-Alternative. Ich verspreche euch, an den etwas bitteren Geschmack werdet ihr euch schnell gewöhnen und euer Wohlbefinden wird sich auf jeden Fall steigern – es lohnt sich!

Euer Prinz