Gesundes Raclette & Fondue: Silvesterklassiker fitnessgerecht zubereiten


Kaum ist Weihnachten vorbei, schon steht das nächste Fressgelage vor der Tür: Silvester. Und wie bekommt man die Stunden bis Mitternacht besser rum als mit Essen?! Damit ihr eure Form und Fitness über die Feiertage aber nicht völlig ruiniert, verrate ich euch hier die besten Tipps und Tricks für gesundes Raclette und Fondue – mindestens genauso lecker wie das Original, versprochen!

Gesundes Raclette: Fettarme Pfännchen

Raclette liefert euch traditionell eine dicke Ladung Fett – allein die Hauptzutat Käse hat auf 100 Gramm fast 30 Gramm Fett. Nicht ohne! Es geht aber auch fettarm und gesund: Wie wär’s denn mal mit Light-Versionen? Da könnt ihr locker 10 bis 15 Gramm Fett sparen. Haken: Fettarmer Käse schmilzt nicht so schön wie das Original. Aber auch dafür gibt’s eine easy Lösung: Wählt einfach nicht den typischen Raclettekäse, sondern nehmt Käsesorten, die von Natur aus fettarm sind, Mozzarella beispielsweise.
Ach ja: Mozzarella ist sogar eine der wenigen Sorten, die selbst fettreduziert super schmelzen.
Wo wir gerade beim Käse sind – habt ihr schon mal gesundes Raclette ohne Käse probiert?! Ich weiß, klingt erst mal komisch, schließlich besteht das Schweizer Gericht quasi aus Käse. Aber im Ernst, Leute: Jedes zweite Pfännchen mit Käse zu überbacken spart locker 300 Kalorien – in Sporteinheiten gerechnet ist das eine halbe Stunde zügig laufen!Gesundes Raclette
Und es ist ja nicht so, als gäbe es nicht genug Saucen und Dips, die eurem Gemüse und Co. Geschmack liefern. Womit wir beim wichtigsten Punkt für fettarmes und gesundes Raclette wären: Gerade Fertigsaucen sind unglaubliche Fett- und Kalorienbomben! Zutaten wie Zucker, Maissirup, Geschmacksverstärker, Sahne oder Öl haben es nicht nur faustdick hinter den Ohren, sondern regen auch noch euren Appetit an. Besser also: Macht eure Saucen selbst. Gute Grundlagen sind eiweißreiche und fettarme Zutaten wie körniger Frischkäse, Joghurt oder Magerquark. Inspiration gesucht? Hier geht’s zu meinen Top 6 Low Carb Dips!
Last but not least: Entscheidet euch für das richtige Fleisch – Geflügel beispielsweise hat viel weniger Fett als Rind und Schwein. Und verarbeitete Fleischprodukte wie Salami lasst ihr besser gleich weg!

Gesundes Raclette ganz ohne Fleisch

Auch die Veggies unter euch sind mit Raclette gut bedient. Eure Grundzutat sollte Gemüse ohne Ende sein: Brokkoli, Paprika, gegarte Kartoffeln, Blumenkohl, Mais, Bohnen oder auch Obst wie Ananas, Pfirsich, Mango oder Birne. Auch wenn es bei der Vorbereitung etwas mehr Arbeit bedeutet: Verwendet nach Möglichkeit frisches Obst und Gemüse anstatt Konserven. So bekommt ihr die geballte Ballaststoff-, Vitamin- und Nährstoffpower – dafür bitte auch die Schale, beispielsweise bei Kartoffeln, mitessen!
Veggies neigen dazu, bei den Beilagen wie Baguette mehr zuzuschlagen als Fleischesser. Damit euer Raclette gesund bleibt, kauft unbedingt Vollkornprodukte: Die halten euch dank der enthaltenen Ballaststoffe länger satt, liefern eurem Body mehr Nährstoffe und sorgen für einen konstanten Blutzuckerspiegel – das beugt Heißhunger vor!
Ein Tipp am Ende: Wenn ihr Vegetarier mit am Tisch habt, achtet beim Käsekauf darauf, dass dieser ohne tierisches Lab hergestellt wurde – einfach auf der Verpackung nachlesen!

Gesundes Raclette als Low Carb Variante

Raclette ist auch im Rahmen einer Low Carb Diät perfekt – immerhin ist der Kohlenhydratgehalt von Käse sehr gering, ebenso von Fleisch, Fisch und vielen Gemüsesorten.
Hier könnt ihr also unbesorgt zuschlagen – passt nur bei zuckerreichen Gemüsesorten wie beispielsweise Mais, Erbsen, Pastinaken oder Möhren sowie Obst auf.
Was beim Low Carb Raclette aber absolut tabu ist: Kartoffeln, Nudeln, Baguette und anderes Brot – viel zu viele Kohlenhydrate! Ihr müsst für andere Sättigungsbeilagen sorgen. Mein Favorit: Eine dicke Schüssel Salat mit sättigenden Nüssen oder Kernen.
Auch perfekt für Low Carb Raclette: Haut mal ein rohes Ei in eurer Pfännchen – das wird quasi wie Spiegelei und sättigt dank reichlich Eiweiß lange und schnell bei vergleichsweise wenig Kalorien. Top!Gesundes Raclette und Fondue

Übrigens: Auch wenn Low Carbler in der Regel nicht Kalorien zählen, sondern Carbs, solltet ihr trotzdem nicht die fettigsten Dips, Fleisch- und Käsesorten wählen – denn am Ende entscheidet wie immer die Kalorienbilanz, ob ihr zu- oder abnehmt!

Kalorienarmes Fondue dank richtiger Zutaten

Kommen wir zum zweiten Silvesterklassiker: Fondue. Traditionell wird hier Fett zum Kochen gebracht und Fleisch (oder Fisch) hineingetunkt, bis es gar ist. Dass das alles andere als kalorienarm ist, muss ich euch nicht sagen, oder?!
Es geht aber auch anders: Gart euer Fleisch doch einfach mal in heißer Gemüsebrühe! Spart nicht nur reichlich Fett und Kalorien, sondern bringt direkt Geschmack an euer Fleisch. Win-Win-Situation!
Wenn ihr jetzt noch die richtigen Fleischsorten auswählt, sollte es kein Problem sein, eure Form ins neue Jahr zu retten. Geflügel wie Pute oder Hähnchen sind richtig gut, ebenso mageres Rinderfilet. Wer mag, kann es auch mal mit Fisch probieren. Achtet aber darauf, feste Sorten zu wählen, die im Fondue-Kessel nicht zerfallen.
Und natürlich gilt auch hier: Gesunde Beilagen wie gegarte Kartoffeln mit Schale, ein großer Salat, eiweißreiche Dips und Gemüse jeder Art sättigen euch, sodass ihr beim Fleisch gar nicht so reinhauen müsst.

Vegetarisches Fondue: Gemüse satt

Fondue vegetarisch?! Geht – sogar ziemlich lecker! Ähnlich wie beim gesunden Raclette sind euch hier keine Grenzen gesetzt: Brokkoli, Möhren, Paprika, Blumenkohl, Kohlrabi, Pilze, Spargel, Zuckerschoten… Nehmt, was euch schmeckt, je bunter, desto besser.
Wenn ihr euer Gemüse jetzt noch in Gemüsebrühe gart und genau wie bei der Fleischvariante zu den richtigen Beilagen greift, steht gesundem und kalorienarmen Genuss nichts mehr im WegeGesundes Raclette Gemüsefondue

Übrigens: Wenn ihr „nur“ Gemüse esst, dürft ihr gern ein paar mehr Kartoffeln oder Stücke vom Vollkorn-Baguette nehmen – schließlich ist Gemüse wirklich kalorienarm!

Die besten Tipps & Tricks für gesundes Raclette und Fondue

Zum Schluss noch ein paar allgemeine Tipps und Tricks für gesundes Raclette und Fondue:

  • Immer nur ein Pfännchen/Spieß: So lasst ihr euch schön Zeit beim Essen und verhindert, euch vollzuhauen, bevor euer Sättigungsgefühl einsetzen kann (passiert erst nach ca. 20 Minuten!)
  • Richtig würzen: Wenn ihr mit Kräutern und Gewürzen wie Paprika, Pfeffer, Chili, Ingwer, Curry oder was auch immer euch schmeckt würzt und der Salzstreuer nur gelegentlich zum Einsatz kommt, spart ihr unbewusst Kalorien – denn Salz regt den Appetit an.
  • Wasser marsch: Trinkt zwischen euren Pfannen bzw. Spießen immer viel, am besten Wasser – das dehnt den Magen und signalisiert eurem Körper ein Sättigungsgefühl ganz ohne unnötige Kalorien.
  • Zutaten dünn schneiden: Gilt für Käse, aber auch für Fleisch oder Baguette – denn so denkt ihr zwar, ihr esst die gleiche Anzahl an Tellern/Pfännchen/Spießen, aber mit dünn geschnittenen Zutaten hat der Spaß natürlich viel weniger Kalorien – clever und ohne Verzicht.
  • Keine Fertigsaucen & -produkte: Hab‘ ich oben oft genug erwähnt, aber trotzdem – lasst die Finger weg von ungesundem Fertigkram. Konservierungsstoffe und Co. regen euren Appetit an und in der Regel sind gerade Saucen völlig überzuckerte Fettbomben. Selber machen lautet die Devise, Freunde!
  • Kleine Portionen: Müsst eure Raclette-Pfännchen wirklich bis oben vollknallen?! Kleine Portionen und gründliches Kauen signalisieren eurem Köper früher, dass ihr genug hattet. Probiert’s mal aus!

So, Leute – das waren meine besten Tipps und Tricks für gesundes Raclette und Fondue. Ich würde sagen, Silvester kann kommen, oder?!
Welche Variante dieser Silvesterklassiker wird am 31. bei euch auf dem Teller landen?

Euer Prinz