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Alkohol und Sport – Wie sehr schadet Alkohol euch & eurer Fitness wirklich?

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Hand aufs Herz, wann habt ihr das letzte Mal Alkohol getrunken? So lange her ist das vermutlich noch nicht. Alkohol ist in unserer Gesellschaft fest etabliert. Man kommt leicht ran und wenn es was zu feiern gibt, man mit Freunden unterwegs ist oder einfach mal gemütlich entspannen will, dann kommt meist Alkohol auf den Tisch. Es gehört zum guten Ton mit zu trinken – ohne fehlt was. Dass die „Volksdroge“ Alkohol ein ernstzunehmendes Nervengift ist wird dabei völlig vergessen oder heruntergespielt. Hier findet ihr Aufklärung darüber was häufiger Alkoholkonsum in eurem Körper auslöst und vor allem inwiefern er sich auf euer Training auswirkt.

Alkohol im Allgemeinen

mojitoAlkohol ist ein Zellgift, was über den Blutkreislauf in alle Körperregionen gelangt und großes Suchtpotential birgt. In großen Mengen kann Alkohol langfristige physische Schäden, wie schwere Organ- und Nervenschädigungen, und psychische Schäden anrichten. Alkoholkonsum vermindert eure motorischen Fähigkeiten: die Wahrnehmungs- und Koordinationsfähigkeit, das räumliche Vorstellungsvermögen und die Reaktionsfähigkeit lassen nach. Das Urteilsvermögen wird geschwächt, die Risikobereitschaft steigt an, Angstgefühle werden gedämpft und man wird leichtsinniger. Die zunächst positive Stimmung die Alkohol auslöst kann schnell in steigende Gewaltbereitschaft, signalisiert durch Gereiztheit und Aggression, umschlagen.

Auswirkungen von Alkohol auf den Körper

Alkohol gelangt überwiegend über die Dünndarmschleimhaut in den Blutkreislauf. Der Blutdruck steigt, die Blutgefäße weiten sich, viele bekommen schnell ein rotes Gesicht und euer Körper kann schneller auskühlen. Da Alkohol ein Zellgift ist, greift er auch die Haut an und beschleunigt die Hautalterung. Die Wahrscheinlichkeit für Tumorbildung im Mund- und Rachenraum nimmt um ein Vielfaches zu. Bei Frauen steigt das Risiko für Brustkrebs. Dazu kommt der negative Einfluss auf das Herz. Herzmuskelentzündungen, Herzrythmusstörungen und dauerhafter Bluthochdruck können die Folge von übermäßigem Alkoholkonsum sein.

Der Abbau von Alkohol

Die Leber übernimmt die Hauptarbeit beim Abbau von Alkohol. Während des Abbaus entsteht das giftige Stoffwechselprodukt Acetaldehyd. Es ist dafür veantwortlich, dass bei übermäßigem Alkoholkonsum die Leber geschädigt wird und es im Extremfall zur Leberzirrhose (Schrumpfung der Leber) kommt. Auch die Kopfschmerzen am nächsten Morgen hängen vermutlich mit diesem Abbauprodukt zusammen. Da der Alkohol in den Blutkreislauf gelangt, ist der gesamte Körper davon betroffen. Häufiger Alkoholkonsum kann dann vielfache Organschäden zur Folge haben. Bei übermäßigem Trinken kommt es häufig zu Übelkeit und Erbrechen. Der Körper versucht auf diesem Wege den Alkohol wieder auszuscheiden. Wie viel man verträgt ist abhängig von Genetik, Gewicht, allgemeinem Gesundheitszustand, Alter, Geschlecht und Gewöhnung. Frauen reagieren generell empfindlicher auf Alkohol als Männer, der Abbau dauert bei Frauen länger. Auch eine Nahrungsaufnahme vor dem Alkoholkonsum verringert die Alkoholaufnahme nicht, sondern verzögert sie nur; eine fette Mahlzeit schützt also nicht wirklich. Die Blutalkoholkonzentration nimmt trotzdem linear pro Stunde um 0,1-0,2 Promille ab.

Alkohol und Sport

fitness_shakesAlkohol hat eine entwässernde Wirkung auf den Körper. Wichtige Salze werden mit dem Urin ausgeschieden. Beim Training kommt es durch starkes Schwitzen schneller zu einer Dehydrierung und das Risiko von Krämpfen steigt an. Der Abtransport von Schadstoffen in den Muskeln wird erschwert, Muskelzellen werden nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Der Körper ist schlechter in der Lage Glykogen abzuspeichern. Trainiert ihr am Tag nach einer eskalativen Nacht, dann sind die Glykogenspeicher der Muskeln dementsprechend nicht gefüllt und eure Leistungsfähigkeit sinkt. Alkohol lässt sich entgegen häufiger Behauptungen nicht ausschwitzen. Da über andere Organe als die Leber, bspw. die Haut, nur sehr wenig Alkohol abgebaut werden kann, ändert auch ein Spaziergang oder Training nichts an der Dauer des Alkoholabbaus. Dennoch kann Bewegung dazu führen, dass ihr euch besser fühlt.

Alkohol enthält viele leere Kalorien, d.h. Alkohol ist sehr kalorienreich, enthält aber nur wenig bis keine essentiellen Nährstoffe. Zum Vergleich: 1 g Alkohol enthält 7 kcal während 1 g Zucker dagegen „nur“ 4 kcal hat. Alkohol steigert den Appetit und sorgt dafür, dass das Sättigungsgefühl erst später eintritt. Das führt dazu, dass ihr häufig nach einer durchfeierten Nacht noch schnell beim nächsten Fast Food Laden landet und euch hemmungslos den Magen vollhaut – wer kennt’s nicht?! :P Dadurch nehmt ihr auch nochmal einiges mehr an Kalorien auf. Zudem stört Alkohol die Fettverbrennung – der Organismus kümmert sich erst um den Abbau des Alkohols, wodurch sich die Fettverbrennung verlangsamt.

Auch die Regeneration wird beeinträchtigt: Alkohol beeinflusst euren Schlaf, der für die Regeneration eine sehr wichtige Rolle spielt, erheblich. Somit werden während des Schlafs weniger Wachstumshormone ausgeschüttet. Auch euer Muskelwachstum leidet. Der Stresspegel steigt durch die erhöhte Ausschüttung des Stresshormons Cortisol. Cortisol unterdrückt zudem die Testosteronproduktion. Das fördert nicht gerade die Voraussetzungen für optimales Muskelwachstum.

Positive Wirkung von Alkohol?

bierRotwein wird in kleinen Mengen eine positive Wirkung nachgesagt. Er soll einen schützenden Effekt vor Herzkrankheiten bieten und die Aufnahme von Vitamin C sowie die Verdauung unterstützen. Dieser Einfluss rührt vermutlich vom Resveratrol aus roten Trauben. Auch bei Bier ist es weiterhin umstritten ob maßvoller (alkoholfreier) Biergenuss als gesundheitsfördernd gilt, da es reich an Vitaminen und Nährstoffen ist. Bis zu einem halben Liter Bier für Männer und die Hälte für Frauen gilt als gesundheitsfördernd. Der gleiche „gesundheitsfördernde“ Effekt kann aber auch mit einer obst- und gemüsehaltigen Nahrung erzielt werden, ohne dass die Leber dabei belastet wird. Die negativen Auswirkungen des Alkohols sind insgesamt schädlicher als die positiven Effekte.

Wir ihr seht hat Alkohol auf euren Körper langfristig keine positiven Auswirkungen. Ihr müsst selber eine Grenze ziehen und für euch individuell Prioritäten setzen. Gelegentlicher Alkoholkonsum ist völlig in Ordnung und schadet euren Körper nicht langfristig, wenn ihr einige Dinge beachtet: trinkt zu jedem Glas Alkohol auch ein Glas Wasser und gleicht immer erst euren Flüssigkeitshaushalt aus bevor ihr Alkohol zu euch nehmt. Wenn ihr Gewicht verlieren wollt, solltet ihr Alkohol komplett meiden. Kommt das für euch nicht in Frage, dann achtet auf eine nährstoffreiche Ernährung vor dem Alkoholkonsum und berücksichtig eure Gesamtkalorienbilanz. Und wenn ihr doch mal einen über den Durst getrunken habt und am nächsten Morgen mit einem krassen Kater aufwacht, hilft nur viel Wasser trinken  – am besten stilles Wasser – um den Flüssigkeitshaushalt wieder auszugleichen, Hühnersuppe essen um Elektrolyte wieder aufzunehmen und viel schlafen. Beachtet bei Kopfschmerztabletten wie Ibuprofen und Aspirin, dass diese die Säureproduktion des Magens anregen und Übelkeit verstärken können.

Dem Feierabenddrink oder geselligen Abenden mit Freunden steht weiterhin nichts im Weg – haltet es einfach in Maßen und alles es ist easy! Wie sagt man so schön: „Die Menge macht das Gift!

Euer Prinz

 

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